Wen es bei einer Reise quer durch die USA in die Kleinstadt Westminster im Bundesstaat Colorado führt, wird nicht vermuten, dass dort in einem unscheinbaren Hangar hochmoderne Weltraumtechnologie entsteht. Keine riesigen Raketen wie bei der Nasa, vielmehr kleine, fast unscheinbare Satelliten, kaum größer als ein Kühlschrank.
Wen es bei einer Reise quer durch die USA in die Kleinstadt Westminster im Bundesstaat Colorado führt, wird nicht vermuten, dass dort in einem unscheinbaren Hangar hochmoderne Weltraumtechnologie entsteht. Keine riesigen Raketen wie bei der Nasa, vielmehr kleine, fast unscheinbare Satelliten, kaum größer als ein Kühlschrank.
Entwickelt werden diese Geräte von einem Unternehmen, das vor ein paar Jahren noch kaum jemand kannte: Maxar Technologies. Maxar ist mit der Mission angetreten, die Erde besser zu verstehen, zu vermessen, zu schützen – mithilfe gestochen scharfer Bilder und KI-gestützter Datenanalysen.
Das US-amerikanische Unternehmen entwickelt hochauflösende Satellitenbilder und intelligente Geodatenanalysen, die für Umweltmonitoring, Katastrophenhilfe oder Verteidigung genutzt werden. Im Zeitalter von Klimawandel, geopolitischen Spannungen und Lieferkettenkrisen wird der Zugriff auf präzise Erdbeobachtung zunehmend geschäftskritisch – auch für privatwirtschaftliche Akteure. Inzwischen zählt Maxar mehr als 4.400 Mitarbeiter an über 20 Standorten.
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Wachstum durch Private Equity
Finanziert wird das Unternehmen nicht etwa durch staatliche Programme, sondern durch Private Equity. Im Jahr 2023 wurde Maxar durch den Private-Equity-Investor Advent International übernommen, der das Unternehmen von der Börse nahm und gezielt auf Wachstum, Innovation und operative Exzellenz ausrichtete. Das Ziel: Maxar zur global führenden Plattform für satellitengestützte Erdintelligenz ausbauen.
Derartige Beispiele zeigen: Mag Private Equity gerade in den 80er- und 90er Jahren Renditen vereinzelt auch auf Kosten der Unternehmen und deren Mitarbeitern erzielt haben, ist das Klischee der firmenjagenden Heuschrecken heute längst überholt.
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Strategische Management-Begleitung
Vielmehr ist es gerade das Kapital von Investoren wie Advent, das für viele Unternehmen zu einem entscheidenden Wachstums- und Innovationshebel geworden ist. Private Equity bedeutet langfristige Investitionen mit Plan – und damit Kapital, das Zukunftstechnologie möglich macht. Doch Private-Equity-Manager stellen nicht nur Kapital zur Verfügung, sondern begleiten Unternehmen aktiv dabei, zukunftsfähige Geschäftsmodelle aufzubauen – sei es in der Softwareentwicklung, in der Raumfahrt oder im Bereich Nachhaltigkeit. Und in einer Welt, die vor gewaltigen technologischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen steht, braucht es genau diese langfristigen, strategisch denkenden Investitionen, um Fortschritt zu finanzieren.
Die Teilhabe an derartigen Investments war lange Zeit jedoch institutionellen Anlegern, Family Offices oder Pensionsfonds vorbehalten. Hohe Eintrittsbarrieren machten es Privatanlegern nahezu unmöglich, direkt von den Wachstumschancen nicht-börsennotierter Unternehmen zu profitieren. Seit Juni 2024 ermöglicht Liqid Private Equity NXT nun auch für Privatanleger Zugang zu Private-Equity-Investments wie Maxar Technologies und zu den über 90 Prozent der Wirtschaft, die nicht an den Börsen notiert ist. Basis hierfür lieferte im vergangenen Jahr die EU-Kommission mit der novellierten ELTIF-Regulierung.
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Zukunftschancen auch für Privatanleger
Über das Co-Investment-Modell von unserem Partner Neuberger Berman partizipieren Anleger gemeinsam mit Managern wie Advent International, EQT oder Silver Lake an ausgewählten Wachstumsunternehmen – Seite an Seite mit institutionellen Investoren. Innerhalb von nur zwölf Monaten wurde das rollierende Portfolio des Fonds auf über 50 Beteiligungen aufgebaut. Dazu zählen neben Maxar auch Unternehmen wie: Bending Spoons, ein europäischer Softwarekonzern, der mit KI und UX-Innovation etwa die offizielle Covid-App Italiens entwickelt hat und heute mit Apps wie Splice und Remini Millionen User weltweit begeistert. Oder Wood Mackenzie, ein Datenanalyst für Energie- und Rohstoffmärkte, dessen Erkenntnisse für den Umbau der globalen Energieversorgung unverzichtbar geworden sind.
Der gemeinsame Nenner dieser Investments: Sie alle treiben den technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt in ihren Branchen voran – und wären ohne Private Equity nicht dort, wo sie heute stehen.
Dr. Martin Meuter ist Head of Portfolio Management bei der Liqid Asset Management GmbH, Berlin. Mit einem verwalteten Kundenvermögen von über drei Milliarden Euro zählt sich Liqid zu den größten unabhängigen Vermögensverwalter Deutschlands.
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Der Beitrag ist zuerst im Schwerpunkt „Private Equity“ zu EXXECNEWS Ausgabe 13 erschienen.