Steigende Preise, wirtschaftliche Belastungen und eine zurückhaltende Konsumstimmung
Steigende Preise, wirtschaftliche Belastungen und eine zurückhaltende Konsumstimmung prägten 2025. Für viele war es ein finanziell forderndes Jahr: Die Inflation blieb hoch, die Energiepreise schwankten und bei größeren Anschaffungen wurde genau hingeschaut. Und doch zeigt eine Umfrage im Auftrag der Norisbank: Das Sparverhalten der Deutschen hat sich trotz aller Herausforderungen kaum verändert. Der Wille, Rücklagen zu bilden, bleibt weiterhin hoch. Aber – das gehört auch zur Wahrheit dazu: Nicht alle Befragten konnten sparen.
Diejenigen, die 2025 sparen konnten, taten es, weil sie es sich leisten konnten. Rund die Hälfte von ihnen (50,5 Prozent) gab an, mehr Geld zur Verfügung gehabt zu haben, darunter vor allem junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren (46,0 Prozent) sowie Haushalte mit einem Nettoeinkommen ab 2.500 Euro (22,4 Prozent). Für viele stand dabei die Sicherheit im Vordergrund. Unter denjenigen, die 2025 mehr gespart haben, führten 46,7 Prozent das gute Gefühl eines finanziellen Polsters als Motivationsgrund an. Jeder Fünfte nutzte die Gelegenheit, von attraktiven Zinsen auf Tages- und Festgeld zu profitieren. Weitere 27,8 Prozent sagten, sie hielten die Chancen an der Börse für vielversprechend und wollten diese bewusst nutzen.
Der Anteil derjenigen, die 2025 weniger sparen konnten, blieb mit 43,8 Prozent nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (44,1 Prozent). Als Hauptursache wurde ein geringeres Einkommen angeführt. Besonders stark betroffen waren Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 2.500 Euro (59,8 Prozent).
Bemerkenswert ist jedoch eine andere Entwicklung: Immer mehr Menschen gestehen sich ein, mehr ausgegeben zu haben, als sie sich hätten leisten können. Lag dieser Anteil 2024 noch bei 7,7 Prozent, so stieg er 2025 um 3,5 Prozentpunkte auf 11,2 Prozent an.
Die Norisbank ist eine Direktbank mit Sitz in Bonn.